News über fehlende Kommunikation

von Manuela Li Ranzi

Bedingt durch die Pandemie sind Gespräche in der Kaffeeküche, in der Kantine, vor und nach einer örtlichen Besprechung komplett weggefallen.
Viele Betriebsausflüge haben in der Pandemie nicht stattgefunden. Seit Frühjahr 2020 hat ein zwischenmenschlicher Austausch kaum stattgefunden.

Alternative zum Betriebsausflug

Warum wird erst an einer besseren Kommunikation gearbeitet, wenn diese augenscheinlich nicht funktioniert? Warum bemüht man sich erst dann um eine bessere Kommunikation, wenn „das Kind schon in den Brunnen gefallen“ ist?

Kommunikation stammt vom lateinischen Verb communicare. Laut Wikipedia hat es die Bedeutung „teilen“, „mitteilen“, „teilnehmen lassen“; „gemeinsam machen“, „vereinigen“. In dieser ursprünglichen Bedeutung ist Kommunikation eine Sozialhandlung, bei der mehrere Menschen interagieren. 

Seit Frühjahr 2020 hat ein zwischenmenschlicher Austausch kaum stattgefunden. Dies ist jedoch die Grundvoraussetzung für eine gelungene und erfüllende Zusammenarbeit! Auch ohne einen konkreten Grund könnte an der Kommunikation im Unternehmen gearbeitet werden. 

Mit der Kommunikation ist es wie mit dem Fahrradfahren. Schon sehr früh erlernen wir unsere Muttersprache (Erstsprache). Sobald man es kann, denkt man nicht weiter darüber nach. 

Wie Paul Watzlawick schon sagte: „Man kann nicht nicht kommunizieren. Kommunikation findet ununterbrochen statt. Geplant und ungeplant. Selbst wenn man nichts sagt, ist dies eine Aussage. Zur Kommunikation gehören eben auch Körpersprache, Gestik und Mimik.  

Kommunikation findet zu 93% nonverbal und somit unbewusst statt. Tatsächlich besteht die Kommunikation zu 7% aus Worten (sachlicher Inhalt), zu 38% paraverbal (Ton und Stimme) und zu 55% aus Körpersprache. Wenn dann das bewusst Gesprochene nicht mit der Tonlage, der Mimik, Gestik und Körpersprache übereinstimmt, wird dies vom Gesprächspartner als Inkongruenz wahrgenommen. Da das gesprochene Wort (der sachliche Inhalt des Gespräches) nur 7% der Wahrnehmung ausmacht, vertraut ein jeder von uns auf die nonverbalen 93% seiner Wahrnehmung.

Überall wo Menschen aufeinandertreffen, treten früher oder später Konflikte auf. Dadurch, dass wir schon von klein auf kommunizieren, denken wir, dass wir das was wir hören und sehen, vollumfänglich verstehen und nehmen unsere Wahrnehmung als einzig wahre (richtige) Tatsache. Tatsächlich interpretieren wir das Gesagte und das Gesehene. 

Je nachdem, welche Erfahrungen wir in der Vergangenheit mit der betreffenden Person, oder in ähnlichen Situationen gemacht haben, interpretieren wir die gegenwärtige Situation. Interpretationen ermöglichen einen großen Spielraum. Je nachdem ob sie eher introvertiert oder extrovertiert sind, ob sie Small-Talk lieben, oder ihn ablehnen, ob sie kulturell aus einem nordischen Land kommen oder in einem lauten und temperamentvollen Umfeld aufgewachsen sind. All diese Erfahrungen werden Sie ein und dieselbe Situation anders interpretieren lassen. 

So gesehen gibt es nicht eine Wahrheit. Wir halten unsere Sichtweise für eine Tatsache und vergessen allzu oft, dass unser Gegenüber, die Situation möglicherweise ganz anders interpretiert. Daraus entstehen Missverständnisse.

Aus Missverständnissen entstehen unverständliche Handlungen, die wiederum zu Antipathien führen. Wir spüren, dass wir unterschiedlich sind, anders denken und halten oft die Andersartigkeit für nicht kompatibel. Wir sehen Grenzen des Machbaren und vergessen, das gerade diese Andersartigkeit auch Bereicherung und Vielfältigkeit bringen kann. 

Erst wenn eine gute soziale Bindung geschaffen ist, wenn sich die betroffenen Personen miteinander verbunden fühlen, können sie auch erfolgreich zusammenarbeiten. Darum gibt es auch Betriebsausflüge und Gemeinschaftsveranstaltungen. Bevor eine produktive Zusammenarbeit stattfinden kann, muss eine soziale Bindung geschaffen und ein Wir-Gefühl hergestellt werden. 

Der Mensch ist ein soziales Wesen. Die Schlafenszeit ausgenommen, verbringen Erwerbstätige den Großteil ihrer Lebenszeit im Büro, Betrieb oder im Homeoffice. Durch Home-Office bedingt ist der direkte und allgemeine Austausch auf ein Minimum reduziert. Ohne die soziale Verbundenheit erlebt sich der Einzelne isoliert

Dadurch, dass kein Small-Talk stattfindet und sich die Kommunikation auf das unbedingt Notwendige für die Aufgabenerfüllung des Einzelnen beschränkt, werden sich Kollegen/ Kolleginnen und Vorgesetze menschlich fremd. Misstrauen entsteht. Ein guter Nährboden für Spekulation und Argwohn. Vorgesetzte argwöhnen, dass die Angestellten ohne direkte Kontrolle nicht ausreichend Leistung erbringen. Die im Homeoffice sitzenden Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen erleben sich als Einzelkämper*innen, fühlen sich isoliert, evtl. ausgenutzt und/oder nicht ausreichend gewürdigt. Es fehlt an gegenseitiger Wertschätzung. 

Hier kann ein Workshop über bessere Kommunikation alle Beteiligten (wieder) ins Gespräch bringen. Bei diesen Workshops können alle Beteiligten ihre Meinung und Gedanken äußern. Im Vordergrund steht das Thema Kommunikation und wie jeder sich in die bestehende Gemeinschaft (besser) einbringen kann. Missverständnisse und Konflikte können ausgeräumt werden. Das Wir-Gefühl wird gestärkt. Die Motivation und das gegenseitige Verständnis, sowie eine größere Toleranz bei jedem Einzelnen verhelfen zu einer gesteigerten Produktivität und besserer Zusammenarbeit. Ausreichende und positive Kommunikation ist somit für alle Firmen und Betriebe gewinnbringend.

Warum also nicht einfach – auch ohne einen konkreten Grund – an einer besseren Kommunikation arbeiten? 

Folgende Kommunikationsworkshop biete ich in München an und können auf meiner Webseite: www.manuela-liranzi.de gebucht werden:

Besser kommunizieren

Kommunikation in Unternehmen

Effizienz steigern und Zusammenarbeit verbessern

Konflikte im Team lösen

Alle Workshops können an Ihre persönlichen und betrieblichen Bedürfnisse angeglichen und als Inhouse-Schulung durchgeführt werden. 

Ich freue mich, wenn ich Ihr Interesse geweckt habe!

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